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Tipps zur Welpenerziehung wenn ein Welpe ins Haus kommt steht
man vor der Frage, wie man ihn artgerecht erziehen kann, oder wie erziehe
ich meinen Welpen richtig, gewaltfrei und leise - ohne den Welpen zu drillen
oder ihn im lauten Kommandoton zu verschrecken. Es gibt viele Meinungen,
aber wenn man seinen Welpen lieb hat, sollte man weitestgehend nach den
folgenden Empfehlungen vorgehen! |
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Dazu ist es ENORM wichtig, dass er täglich mit vielen verschieden Lebewesen Kontakt hat. ABER: nur positiven Kontak ! Sie sollten ihn z.B. nur mit Hunden spielen lassen, die absolut friedlich und sozial sind. Um die anderen machen Sie einen großen Bogen !!! Wenn Sie unsicher sind gehen Sie lieber einmal mehr aus dem Weg, als dass Sie Ihrem Welpen ein Schockerlebnis verpassen... Denn auch die Prägung (Prägungsphase) findet in diesem Zeitfenster statt. D.h., der Welpe prägt (merkt) sich alles was ihm passiert jetzt besonders schnell und dauerhaft ein. Das ist in der Wildnis überlebenswichtig. Der Junghund muss Gefahren besonders schnell erkennen können, sonst kann das sein Leben kosten. Auch Ihre Welpenerziehung muss also dementsprechend aussehen. Sind Sie in dieser Zeit zu nachlässig prägt der Welpe sich ein, dass Sie ein larifari - Anführer sind, also gar nicht das Rudel führen und beschützen können. Sind Sie zu schroff und hysterisch, prägt sich der junge Hund ein, dass Sie eigentlich auch kein Anführertyp sind, sondern ungerecht und grob, wie ein Beta-Hund. Ein Alpha-Hund ist souverän, cool, ruhig und gelassen. Seien Sie ein Alpha !!! Haben Sie Geduld. Nur der Geduldige wird belohnt !!! Sie schaffen das ! Ebenfalls ist es wichtig, dass Ihr Welpe, sobald er zu Ihnen ins Haus kommt (was meistens in der 8.en Lebenswoche ist), täglich Spielkontakt zu WELPEN, und nicht nur zu erwachsenen Hunden hat. Denn nur im Spiel mit gleichaltrigen Hunden erlernt er z.B. die Beißhemmung. Ja, Sie lesen richtig: die Beißhemmung ist NICHT angeboren ! Der Welpe lernt sie erst durch die Erfahrung im Umgang mit anderen Welpen, indem er merkt: beiße ich zu doll, beißt der andere auch doll. Dadurch wird der Junghund nach und nach mehr Hemmung in seinen Biss legen... Ein erwachsener Hund würde den jungen Wilden anders maßregeln, daher muss ein Welpe zwischen 8 und 16 Wochen unbedingt viel mit gleichalten Welpen spielen. Die Welpen erziehen sich also quasi gegenseitig zur Beißhemmung. Sind nicht genug Welpen in Ihrer Umgebung müssen Sie sich einer Welpenspielgruppe anschließen. Sie sollten dann mindesten 3 x pro Woche Ihrem Welpen das Spiel dort ermöglichen. In der Welpengruppe braucht Ihr junger Hund eigentlich nichts anderes zu lernen, als den vernünftigen Umgang mit Artgenossen. Also achten Sie darauf, dass der Anbieter dieser Welpenspielstunde die Junghunde nicht mit zu vielen Übungen zusätzlich überfordert. Was sinnvoll ist, wäre z.B. das Kommando "hier" mit in diese Spielstunden einzubinden, denn das ist das wichtigste Kommando überhaupt. Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Welpen, bei zu groben Spiel (d.h. wenn einer immer der Aggressor ist und die anderen mobbt) eine Auszeit in einem separaten Bereich bekommen (nur für 2-3 Minuten), damit diese lernen können : bin ich zu macho-mäßig darf ich nicht mehr mitspielen... Keines Falls darf solch ein Welpe grob angefahren oder gar im Nacken geschüttelt werden. Das käme einer Tötungsabsicht nahe und wäre völlig unangemessen ! Wenn der Welpenspielstunden-Anbieter solche Maßnahmen ergreift, verlassen Sie diese Runde und suchen sich eine neue Gruppe, da dort nicht die nötige Erfahrung und Kompetenz vorhanden ist !!! Zur guten Sozialisierung und Prägung gehört natürlich auch, dass Ihr Welpe alle alltäglichen Dinge kennenlernt und diese völlig gelassen hinnimmt. Nehmen Sie Ihren Welpen oft mit in das Einkaufszentrum (aber binden Sie ihn NIEMALS draußen vor dem Laden an, denn er könnte von einem anderen Hund angegriffen werden, von Kindern geärgert werden, von Erwachsenen geärgert werden, es könnte ein Auspuff knallen der ihn erschreckt - und niemand ist da um ihn zu beschützen, er könnte geklaut werden). Gehen Sie zu zweit, damit einer mit dem Welpen vor der Tür wartet. Fahren Sie mit dem Welpen Bus, U-Bahn, S-Bahn, gehen Sie auch mal ins Restaurant. Fahren Sie auch mit ihm Auto (aber nicht nur dann, wenn der Welpe zum Tierarzt muss - sonst verbindet er die Autofahrt mit etwas sehr Unangenehmen. Fahren Sie ins Grüne = Autofahren ist toll). Alles das sind für uns Menschen ganz normale Aktivitäten, aber der Welpe muss alles erst erforschen und lernen, dass nichts Gefährliches dabei ist. Dazu ist es aber sehr wichtig, dass Sie darauf achten, dass ihm wirklich nichts Gefährliches (oder Erschreckendes) passiert. In der Bahn passen Sie beispielsweise auf, dass niemand Ihren jungen Hund tritt oder wegdrängelt. Am besten nehmen Sie ihn auf den Arm wenn es eng wird ! Sie müssen ihrem Hund Sicherheit geben. Nur dann kann der Welpe ein gutes Vertrauensverhältnis zu Ihnen aufbauen. Vertrauen ist die Basis der Partnerschaft zwischen Mensch und Hund. Nur wenn Ihr Hund Ihnen absolut vertrauen kann, können Sie aus ihm ein gut funktionieren-des Mitglied der Gesellschaft machen und der Welpenerziehung steht nichts mehr im Wege. Wie erziehe ich denn nun meinen Welpen? Ein Patentrezept gibt es nicht. Aber Sie merken schon: es gibt viele Kleinigkeiten drumherum, die man beachten sollte. Daher fahre ich mit allgemein-wichtigen Elementen fort: Zunächst muss man sich entscheiden WER im Hause die Haupterziehungsarbeit mit dem Welpen übernimmt. Derjenige hat in den nächsten Wochen und Monaten von morgens bis abends mit dem Junghund zu tun - jeden Tag - ! Ja, es ist Arbeit einen Hund, sei er erwachsen oder noch ein Welpe, zu erziehen. Aber, keine Angst, es macht Spaß und es lohnt sich viel Zeit in den neuen Hund zu investieren. Natürlich hat man auch mal Rückschläge und ist hin und wieder gestresst und frustriert. ABER das lassen wir uns ja NICHT anmerken. Das A und O bei der Hundeerziehung ist nämlich: Gelassenheit, Geduld und Ruhe - also Souveränität - ! Lassen Sie sich durch nichts aus dieser Ruhe bringen, auch wenn Ihr Welpe schon wieder mal die Hausschuhe zerfetzt hat oder Ihnen in den Flur gepullert hat. Sie können Ihn ohnehin nicht mehr dafür bestrafen, oder haben Sie ihn spätestens 3 Sekunden (!!!) später erwischt (also auf frischer Tat) ??? Nein, oder ?! Weiterhin ist es wichtig, dass alle Familienmitglieder am selben Strang ziehen. Was bei Mutti verboten ist, darf Vati nicht erlauben... Es ist in etwa vergleichbar mit der Kindererziehung. Der Unterschied ist im Großen und Ganzen, dass das Menschenkind zur Selbständigkeit erzogen wird (nach und nach) - doch der Welpe eben nicht. Denn der Hund bleibt Zeit seines Lebens in unserer Obhut und wir müssen immer für ihn sorgen und darauf achten, dass er keinen Blödsinn anstellt. Genau wie Kinder braucht der Welpe feste Regeln, die er einhalten muss. Möglichst einen gleichmäßigen Tagesrhythmus (was sein Füttern und gassi gehen betrifft). Seien Sie nicht launisch, auch wenn Sie mal schlechte Laune haben ! Auch sollten Sie vermeiden sich in Gegenwart des Welpen zu streiten. Der junge Hund beobachtet alles sehr genau und bekommt schnell mit WER im Hause der Chef ist... Daher sollte alles so ruhig und gleichmäßig wie möglich ablaufen. Da Kinder niemals der Chef im Hause sind (also ich will doch hoffen, dass Sie nicht nach der Nase Ihrer Kinder tanzen) haben Kinder auch nichts bei der Hundeerziehung zu suchen. Erwachsene erziehen Kinder, Erwachsene erziehen Welpen !!! Und bedenken Sie immer: Kinder machen das nach, was die Erwachsenen vorleben. Also wenn Sie z.B. Ihren Hund liebevoll tätscheln (was ich böserweise jetzt mal als hauen deklariere), wundern Sie sich nicht, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn den Welpen hauen (sie haben es ja von Mutti oder Vati gesehen...). Also streicheln Sie bitte Ihren Hund und klatschen Sie nicht auf ihm herum. Generell ist zu sagen, dass man viele kurze Übungen über den Tag verteilen sollte, anstatt 1 oder 2 mal lange zu üben. Denn der Welpe ist schnell überfordert. Übungen sollten nur ein paar Minuten dauern (lieber 10 x 3 Minuten, als 1 x 30 Minuten). Die Lernerfolge sind außerdem dadurch größer. Sie sollten überall üben: in der Wohnung, im Garten, auf dem Spaziergang u.s.w.! Fangen Sie eine neue Übung immer in ruhiger Umgebeung an. Wenn Sie merken, dass der Welpe kapiert hat, was Sie wollen und das neue Kommando in der Wohnung sehr gut funktioniert, steigern Sie Schritt für Schritt die Ablenkungsquellen. Am Ende sollte das Kommando auch bei hoher Ablenkung, z.B. durch Artgenossen, draußen geübt werden. Aber wie gesagt: nur schrittweise die Ablenkung steigern. Die wichtigsten Grundkommandos sind "hier" und "sitz". Mehr brauchen Sie eigentlich nicht. Später können Sie dem Welpen natürlich auch noch andere Dinge, wie "platz", beibringen (was manchmal auch nötig ist, z.B. im Restaurant oder beim Tierarzt). Üben Sie aber immer nur ein Kommando, sonst überfordern Sie den Welpen möglicherweise. Erst wenn das eine Kommando gut gelernt wurde, fangen Sie mir dem Nächsten an. Seien Sie kreativ und machen Sie sich interessant für Ihren Hund. Sie müssen das Wichtigste im Leben Ihres Welpen sein. Auch besonders draußen ist das wichtig, damit der Welpe sich nicht spannendere Aktivitäten sucht und wegläuft, um beispielsweise mit einem anderen Hund zu spielen, oder einem Jogger hinterherzurennen. Bedenken Sie bitte, dass der junge Hund die menschliche Sprache erst erlenen muss. Also wenn Sie zu ihm "sitz" sagen, weiß der Welpe natürlich NICHT was Sie meinen. Da nützt es auch nichts, wenn Sie immer lauter werden und herumfuchteln. Sie müssen den Welpen dazu bringen, dass er sich von allein hinsetzt (Sie können dem Welpen am besten über Futter / Leckerli das "Sitz" beibringen, indem Sie ihm das Leckerli über den Kopf halten (in gewissen Abstand, so dass er nach oben schauen muss - und damit er sich nicht verrenken muss, wird der Hund sich setzen), ohne dass Sie etwas gesagt haben, und erst dann, wenn er bereits sitz, sagen Sie "sitz" und geben dem Hund ein Leckerli. Das müssen Sie mehrmals wiederholen, bis der junge Hund verstanden hat, dass sein hinsetzen mit einem bestimmten Wort kommentiert wird und er dafür sogar noch belohnt wird. Sobald Sie merken, dass er weiß, was "sitz" bedeutet, probieren Sie nun aus, das Kommando "sitz" zu sagen. Setzt der Welpe sich sofort hin belohnen Sie ihn. Von diesem Zeitpunkt an geben Sie ihm kein Leckerli mehr, wenn der Welpe sich allein hinsetzt. Sonst fängt der Hund nämlich an, Sie zu erziehen... So ähnlich verfahren Sie bei dem Befehl "hier". Sie machen sich Kollege Zufall zu nutze (also wenn der Welpe zufällig zu Ihnen gerannt / gelaufen kommt) und kommentieren dies mit "hier" und einem tollen Leckerli. Der Welpe wird auf diese Weise spielerisch erzogen, so dass er gerne zu Ihnen kommt. Das ist auch wahnsinnig wichtig. Also oberstes Gebot: schimpfen Sie NIE, NIE, NIEMALS mit Ihrem Welpen, wenn er freudig zu Ihnen gelaufen kommt. Auch wenn der Hund den größten Blödsinn zuvor angestellt hat und erst beim x-ten Mal rufen zu Ihnen kommt. Sie sind des Hundes sicherer Hafen - vergessen Sie das NIE! Was Sie allerdings auch nicht machen sollten, ist den jungen Hund zu loben, oder gar mit Leckerchen zu belohnen, wenn er erst noch fünf Runden weitergespielt hat und Ihr rufen völlig ignorierte. Wenn er dann endlich angetingelt kommt, seien Sie einfach neutral - weder freudig, noch böse. Nehmen Sie ihn einfach an die Leine und gehen weiter. Sonst würde die Welpenerziehung in etwa in die Richtung laufen: "ich kann machen was ich will, kommen wann ich will, Frauchen / Herrchen belohnen mich immer..." Das wollen wir ja aber auch nicht! Der Hund soll merken: es lohnt sich zügig nach der Aufforderung zu Frauchen oder Herrchen zu laufen, ansonsten nicht. ABER: es passiert mir bei meinen Hundeeltern auch nichts Schlimmes, daher komme ich immer gern zu ihnen !!! Welpenerziehung bzw. Hundeerziehung hat immer etwas mit timing zu tun. Also man muss zeitgenau loben oder strafen. Sonst läuft die Erziehung in eine völlig andere Richtung als man will. Sie haben ca. 3 Sekunden Zeit, den Welpen mit Worten zu loben, mit Leckerli oder Spiel zu belohnen. Danach belohnen Sie schon wieder irgendetwas anderes, was der Hund gerade tut (sich kratzen, gähnen, schnüffeln, aufmerksam irgendwo hinschauen, oder sonstwas). Noch einige Worte zu Lob und Tadel: vergessen Sie althergebrachte Methoden, die schon Ihr Großvater oder Ihre Mutter angewendet haben. Die Verhaltensforschung entwickelt sich immer weiter, und heute weiß man, dass man in der Hundeerziehung nicht mehr auf Neandertaler-Methoden zurückgreifen muss und sollte. Vielmehr sollte man partnerschaftlich mit seinem Hund umgehen, um ein gutes Verhältnis zu ihm aufzubauen und zu halten. Außerdem verstehe ich persönlich nicht, wie es jemand fertig bringt, seinen geliebten Hund am dünnen, seil-ähnlichem Halsband (was mich an einen Strick erinnert...) in die Luft zu ziehen, ihn fast stranguliert, nur damit er nicht den vorbeigehenden anderen Hund anbellt oder anknurrt. Ebensowenig kann ich begreifen, dass ein Hundehalter seinem treuen Hundegefährten ein Stachelhalsband anlegt, dieser bei Zug volle Kanne in die Stacheln rennt, Schmerzen erleidet, und Herrchen oder Frauchen das entschuldigen mit "ich kann ihn sonst nicht halten". Lieber nimmt dieser "nette" Hundebesitzer die Schmerzen seines Hundes in Kauf, anstatt mit dem armen Tier zu üben. Furchtbar! Oder der Klassiker: der Hund springt den Menschen an, der Mensch tritt dem Hund auf die Hinterpfote. Der Hund verspürt Schmerzen und verknüpft es negativ. Absolut blöd, es gibt andere Methoden ! Der / Die kann den Hund nicht lieb haben! All dies stammt aus einer Zeit, wo man (wahrscheinlich) noch zu wenig wußte. Heutzutage ist es wichtig, dass man auch hier mit der Zeit geht, und neue, sanftere Wege geht, die jedoch genauso effektiv sind, nein die effektiver sind! Jeder sollte sich die Frage stellen: Habe ich meinen Welpen / Hund lieb ? Wenn ja: warum sollte ich ihm Schmerzen zufügen ? Wenn nein: warum habe ich einen Hund ? Trennen Sie sich lieber von dem Hund, damit jemand, der ein Herz für Tiere hat, ihn bei sich aufnehmen kann. Immer wieder hört man den Spruch: " warum soll ich bei der Welpenerziehung Leckerlis einsetzen, der Hund soll doch das Kommando einfach ausführen, weil ich es sage." Wieso ? Sind Sie der liebe Gott? Möchten Sie ein tyrannischer Herrscher sein? Ein Sklaventreiber? Es soll sich für den Welpen lohnen, zu Ihnen zu kommen, für Sie "sitz" zu machen, daher auch das Belohnen. So wird er ein gutes Verhältnis zu Ihnen aufbauen können, und nicht auf dem Bauch krauchend angekrochen kommen... Der nette Nebeneffekt ist, dass der Welpe viel schneller lernt! Gestraft wird nur auf frischer Tat, wenn nötig. Der Welpe wird NIE geschlagen, gehauen, im Nacken geschüttelt, oder mit anderen dragonischen Maßnahmen getadelt. Auch nicht mit der Zeitung (wie es unsere Vorväter so gerne taten). Das ist völlig überzogen und ungerecht. Ein lautes, scharf gesprochenes Wort mit anschließendem Liebesentzug (aber nicht zu lange) reicht in den meisten Fällen aus. Wenn körperlich gemaßregelt werden muss, dann machen Sie einen Schnauzgriff (das macht die Hundemama auch, daher weiß der Welpe genau, was das bedeutet). Aber drücken Sie auch hierbei nicht zu fest zu ! Es ist die Geste, die zählt - zusammen mit einem "pfui", zum Beispiel, ein wirksames Mittel. Wenn Sie das nicht verstehen wollen, dann sollten Sie sich bevor Sie sich einen Hund anschaffen, zunächst eine Katze ins Haus holen. In der Beziehung zwischen Mensch und Katze kann man viel für die Hundeerziehung lernen! Ich finde sowieso, alle Hundebesitzer sollten mit einer Katze beginnen, um das Alleinherrschafts-Syndrom loszuwerden. Denn wenn Sie es schaffen das Vertrauen dieser Samtpfoten zu erlangen, sind Sie bereit zur Hundeerziehung! Schon allein das Wort " Hundebesitzer " ist schon verkehrt: man kann ein Lebewesen nicht besitzen. Dies zum Beispiel macht Ihnen die Katze unmißverständlich klar...Mit dem Welpen werden Sie es dann viel leichter haben, da Hunde für das Zusammenleben mit dem Menschen geschaffen wurden. Was bedeutet Konsequenz und Ignorieren? Zwei Worte die ganz oben auf der Skala bei der Welpenerziehung stehen. Aber wie setze ich sie ein? Nun Konsequenz ist bitte NICHT zu verwechseln mit schelten, anschnauzen, laut brüllen, den Hund körpelich maßregeln und so weiter. Es bedeutet einfach, dass wenn ich z.B. nicht möchte, dass mein Hund auf´s Sofa geht, dies ihm verwehre. Immer. Nicht einmal nein, das nächste Mal "ach er hat so süß geguckt - ich kann ihn doch jetzt nicht runterscheuchen". Na was denn nun? Hü oder Hott? Das gilt genauso bei den Übungen, wie "sitz" : wenn Sie dem Welpen / Hund "sitz" sagen, dann muss er sich setzen. Setzen Sie dies (sanft) durch. Auch achten Sie darauf, dass er das Kommando nicht allein auflöst. Erst wenn Sie sagen, dass er laufen darf, darf er aus dem "Sitz" aufstehen. Steht der junge Hund zu früh auf, geben Sie das Kommando einfach erneut. Das ist Konsequenz! Mit Ignorieren kann man viel erreichen. Wenn der Welpe z.B. zu aufdringlich ist und an Ihnen hochspringt, drehen Sie sich einfach leicht weg vom Hund. Schauen Sie ihn nicht an, sprechen Sie NICHT mit ihm und streicheln Sie den Welpen natürlich auch nicht. Tun Sie so, als wäre der Welpe Luft. Das ist ignorieren. Dadurch merkt der junge Hund, dass er mit diesem Verhalten nicht zum Ziel (Aufmerksamkeit) kommt und läßt es bleiben. Sobald der Hund brav und ruhig ist, wenden Sie sich ihm zu, hocken sich hin und streicheln ihn. So lernt er den Unterschied. Zum Abschluß möchte ich noch ein Wort zur Stubenreinheit sagen: wenn der Welpe ins Haus kommt ist er ein Baby. Erwarten Sie also nicht, dass seine Blase schon funktioniert wie bei einem erwachsenen Hund. Ein Menschenbaby kann ja auch noch nicht "einhalten" - es puscht einfach in die Windel. Das geht beim Welpen natürlich nicht! Also müssen Sie des Welpen Windel sein. Gehen Sie anfangs ca. alle 2 Stunden mit dem jungen Hund nach draußen. Insbesondere achten Sie nach dem Spiel, nach dem Schlafen und nach dem Fressen darauf, dass der Hund zügig ins Freie kommt! Tragen Sie ihn raus, auf eine Wiese. Dort setzen Sie den Welpen erst ab. So wird er unterwegs kein Malheur im Hausflur oder ähnlichem machen. Nach kurzer Zeit wird er stubenrein sein. Wenn er dennoch mal in die Wohnung pullert waren Sie zu langsam, oder die Zeitspanne war noch zu groß für den Welpen. Der Hund kann NICHTS dafür. Daraus folgert: der Welpe wird NIE für Puschi oder Kacki in der Wohnung bestraft ! NIEMALS ! Sie sollten den Hund allerdings auch nicht zuschauen lassen, wenn Sie die "Ungnade" wegwischen. |
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